JSG Wilhelmshaven männliche C1
  VFL Oldenburg
 
Lukas Mertens führt mit einer sensationellen Leistung seine Mannschaft zum Sieg im Spitzenspiel gegen den VFL Oldenburg
 
 
Hochklassigen Handballsport bekamen die Besucher der gut gefüllten Sporthalle Heppens im Spitzenspiel zu sehen. Dabei mussten wir auf die verletzten Leistungsträger Marvin Tjarks und Max Friedrichs verzichten. Hendrik Seifert stellte sich angeschlagen in den Dienst der Mannschaft. Als Vorteil erwies sich auch die gute Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft, deren Trainer Holger Gohlke, Nils Sieger und Ruben Eden zur Ergänzung abstellte.
 
Es entwickelte sich sofort ein rasantes Spiel wo sich beide Mannschaften keinen Meter Boden schenkten. Trainer Michael Muche hatte die Seitenwahl gewonnen und sich für Ballbesitz entschieden um sofort vorzulegen. In beeindruckender Manier setzte Lukas Mertens diese Forderung durch und setzte mit dem 1:0 sofort ein Ausrufezeichen. Schnell war eine 4:1Führung erzielt, die wir bis zum 8:5 auch halten konnten. Oldenburg aber ließ sich nicht abschütteln und kam über die Rückraumpositionen immer wieder zu Torerfolg. Nach 10 Min. hatten sie den 10:10 Ausgleich erzielt, der auch beim 15:15 nach 15 Minuten noch Bestand hatte. Durch kleine Umstellungen in der Abwehr konnten wir uns mit einem Zwischenspurt dann wieder über 18:15 auf 21:17 absetzen und Hendrik Seifert erzielte in dieser Phase 4 wichtige Treffer für seine Mannschaft. Aber wieder ließ sich Oldenburg nicht abschütteln, zumal wir trotz der hohen Trefferquote nun einige Fehlversuche zu verzeichnen hatten. So stand es nach 20 Minuten wieder 22:22, was Trainer Michael Muche zu einer Auszeit veranlasste. Wer anders als Lukas Mertens war es dann, der seine Farben wieder nach vorne brachte. Über 26:22 wurde dabei eine verdiente 27:24 Pausenführung erzielt.
 
In der Kabine wurde die Zeit primär zum Durchschnaufen genutzt, denn das Spieltempo was beide Mannschaften vorlegten war enorm. 51 Tore in 25 Minuten sprechen da auch eine deutliche Sprache.  
 
Mit einem Blitzstart gingen wir dann in die zweite Halbzeit, indem Lukas Mertens mit 2 weiteren Toren für die erste 5 Tore Führung zum 29:24 sorgte, die bis zum 32:27 bestand hatte. Dann schlichen sich jedoch einige Fehler ins Angriffsspiel ein, die Oldenburg sofort ausnutze um über Gegenstöße wieder zum 32:32 auszugleichen. Beim Stand 34:34 gerieten wir in doppelte Unterzahl und nun war es Hauke Sandhorst im Tor der seinen Anteil zum Mannschaftserfolg beitrug. In Folge parierte er einen Siebenmeter, einen Gegenstößen und entschärfte zudem noch 2 Torwürfe von Aussen, so dass wir im Spiel blieben. Dabei änderte sich am Spielfilm bis zum 44:44 nichts. Wir legten immer 1 bis 2 Tore vor und Oldenburg glich aus. In der 47 Min. jedoch erzielte Oldenburg die erste und einzige Führung im Spiel zum 45:44. Wieder war es Lukas Mertens der den Ausgleich erzielte und sogar für die 46:45 Führung sorgte. Im Gegenzug gelang Oldenburg der Ausgleich zum 46:46 als noch 44 Sekunden zu spielen waren. Michael Muche nahm eine Auszeit und gab den folgenden Angriff vor. Wer anders als Lukas Mertens war es, der kaltschnäuzig das 47:46 erzielte. Jedoch waren noch 20 Sekunden zu spielen und Oldenburg in Ballbesitz. Ihre HVN-Auswahlspieler Nick Steffen traf 10 Sekunden vor dem Ende nur die Latte und wir kamen nochmals in Ballbesitz. Oldenburg ging zur Manndeckung über und in der letzten Sekunde erzielte Nils-Ole Gerstner nach Vorarbeit von Lukas Mertens den 48-46 Endstand in einem tollen und an Spannung kaum zu überbietendem Handballspiel.
 
Eine tolle kämpferische Leistung beider Mannschaften, die Werbung für diese schöne Sportart betrieben haben. 94 Tore in 50 Minuten hat es wohl bisher noch in keinem Spiel gegeben.
Oldenburg ist zu einer echten Spitzenmannschaft gereift und wird bei der diesjährigen Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitreden. Wir sind nach der unglücklichen Niederlage in Bissendorf wieder zurück im Titelrennen und können weiterhin aus eigener Kraft den Titel verteidigen.
 
Eine Galavorstellung lieferte dabei Lukas Mertens ab, der in beeindruckender Manier aufspielte. Zwar versuchte auch Oldenburg ihn mit einer besonderen Bewachung aus dem Spiel zu nehmen, jedoch anders als in Bissendorf wurde dies von den Schiedsrichtern diesmal unterbunden, bzw. der Gegner auf die unkorrekte Spielweise hingewiesen. In der Abwehr gewann er das Duell gegen HVN-Auswahlspieler Nick Steffen deutlich und im Angriff erzielte er 32 Tore bei nur 2 Fehlversuchen, wobei hier noch ein Pfostenkracher und ein angebliches „Stürmerfoul“ gegeben wurden. Dieser junge Sportler hat eindrucksvoll gezeigt über welch Ausnahmetalent er verfügt. Seine Mannschaftskameraden und Trainer Michael Muche waren jedenfalls sichtlich beeindruckt von seiner überragenden Leistung in einem so wichtigem Spiel !
 
 
Aufstellung:
Tor: Hanke Sandhorst, Florian Gabriels
Feld: Lukas Mertens (32 !!!), Jonas Schweigart (5), Nils-Ole Gerstner (4), Hendrik Seifert (5), Ruben Eden (2), Nils Sieger, Paul-Luca Piltz, Jan-Niklas Wiedenhöft, Christian Prettin, Lasse Geese, Jonas Regenscheit
 
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